Billy Mitchell erhält 237.000 US-Dollar Schadenersatz in Verleumdungsklage gegen Karl Jobst

Der legendäre Arcade-Konkurrent Billy "King of Kong" Mitchell wurde mit nahezu 250.000 US-Dollar Schadensersatz entschädigt, nachdem ein australisches Gericht entschied, dass der YouTuber Karl Jobst ihn verleumdet hatte.
Wie von PC Gamer berichtet, nahm Jobst – bekannt für seine Inhalte zu Competitive Gaming und Speedrunning – Mitchell in ein kontroverses Video mit dem Titel "Die größten Hochstapler der Videospielgeschichte schlagen wieder zu!" auf. Das Gericht stellte fest, dass das 500.000-mal aufgerufene Video verleumderische Aussagen und unbelegte Behauptungen über Mitchell enthielt.
Die Kontroverse hinter den Titeln des Königs
Mitchell verlor seine Rekorde ursprünglich im Jahr 2018, als Twin Galaxies seine Punktestände entfernte, nachdem Vorwürfe laut wurden, er habe Emulationssoftware anstelle echter Arcade-Automaten verwendet, um hohe Punktzahlen in Klassikern wie Donkey Kong und Pac-Man zu erreichen – ein Verstoß gegen die Wettkampfregeln.
Nach Jahren der Verteidigung seines Vermächtnisses konnte Mitchell seine Leistungen erfolgreich wiederherstellen lassen und sie wurden in die historischen Archive von Twin Galaxies zurückgeführt. Seine Rekorde wurden 2020 auch vom Guinness Buch der Rekorde erneut bestätigt.
Der Kern des Rechtsstreits
Mitchells Klage betraf nicht direkt seine Donkey-Kong-Rekorde. Stattdessen ergriff er rechtliche Schritte, weil Jobsts Video aus dem Jahr 2021 angeblich andeutete, dass Mitchells frühere Klage gegen den YouTuber-Kollegen Apollo Legend zu dessen tragischem Tod im Jahr 2020 beigetragen habe. Das Video habe berichtet, dass Mitchell Zufriedenheit über diese Ereignisse gezeigt habe.
Jobst bearbeitete das Video später, nachdem Mitchell rechtliche Bedenken angemeldet hatte, und Legends Familie bestätigte, dass es keine finanzielle Einigung gegeben habe.
Das Urteil des Gerichts
"Ich habe verloren. Der Richter hielt Billy für glaubwürdig", erklärte Jobst auf X/Twitter und stellte klar, dass er Mitchell niemals des Betrugs beschuldigt habe und seine Behauptungen auf "Fehlinformationen aus mehreren Quellen" basierten.
Das Gericht verurteilte Jobst zur Zahlung von 187.800 US-Dollar Schadensersatz, 31.300 US-Dollar zusätzlichem Schmerzensgeld (aggravated damages) sowie 22.000 US-Dollar Zinsen, insgesamt etwa 241.000 US-Dollar. Der Richter merkte an, Mitchell hätte einen höheren Schadensersatz verfolgen können.
Mitchell erlangte erste Berühmtheit in der Dokumentation "King of Kong" aus dem Jahr 2007, die seine Rivalität mit Steve Wiebe nachzeichnete, nachdem er in den 1980er Jahren mit einer perfekten Pac-Man-Punktzahl spielerische Perfektion erreicht hatte.
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